Die Geschichte in Florida

 
Während es die Landmassen des Kontinetes schon gab, erhob sich der untere Zipfel der USA vor ca. 20 Millionen Jahren aus dem Wasser. Lebewesen aus dem Norden zog es langsam auf die neuen Landmassen. Es begann eine Ping Pong Spiel. Immer wieder wurden große Teile überflutet und wieder vom Wasser freigegeben, bis sich etwa 5500 Jahre nach der letzten Eiszeit die entgültige Form der Halbinsel bildete. Die Halbinsel wurde von verschiedenen Indianergruppen bevölkert, die von der Landwirtschaft und von der Jagd lebten. Es wurde Mais, Bohnen und Tabak angebaut. Bei der Jagd erbeutete man Vögel, Rehe und auch Alligatoren. Die Küsten und Seengebiete waren reich an Fisch und Muscheln.

Am 2. April 1513 landete der spanische Konquistador Juan Ponce de Leon in Floria. Dieses war zur Zeit des Osterfestes(pascua florida) , weshalb er das neu entdeckte Land Florida nannte. Die Spanier fanden wehrhafte Indianer und ein Moskitoverseuchtes Inland vor. Bei einer weiteren Expidition erforschte er die Westküste. Doch die Gefechte mit den Indianern und die für Europäer feindliches Klima setzten den Spaniern heftig zu. Ponce de Leon wurde verwundet und starb später in Kuba. In diesem Jahrhundert wurde Florida noch von Panfilo de Narvaez(1528) und Hernando de Soto(1539-1540) weiter erforscht.

Nun warfen die Franzosen ein Auge auf Florida. 1562 nahm Jean Ribaut mit einer Gruppe Hugenotten Florida ein und gründeten eine Siedlung im Nordosten. Das gefiel den Spaniern weniger. Der Spanier Pedro Menendez de Aviles machte sich mit Soldaten und Siedlern auf den Weg nach Florida. 1565 landeten sie schließlich auf der Halbinsel inhaftierten Ribaut und richteten ihn hin. Die Spanier errichteten den Stützpunkt San Augustin, welches die älteste Stadt Floridas ist und die älteste Stadt europäischer Siedler in den USA. Von nun an wurden die Spanier immer wieder von Angriffen britischer Freibeuter heimgesucht. Die Engländer errichteten sogar eigene Kolonien in Georgia und Süd Carolina. Nach Beendigung des Siebenjährigen Krieges übergaben die Spanier Florida an die Engländer. 1783 erhielten sie im Frieden von Paris von den Engländern zurück.

Aber es herrschte keineswegs Ruhe auf der Halbinsel. Man musste immer wieder Konflikte mit den Indianern durchstehen. Die Creek- Indianer hatten sich im Inneren Floridas niedergelassen. Das die Indianern flüchtenden Sklaven Unterschlupf gewährten war den Amerikanern ein Dorn im Auge. Die Amerikaner zogen unter Andrew Jackson nach Süden um die Sklaven zurückzuholen. Dies war der erste Seminolenkrieg im Jahr 1817. Dabei wurden viele Indianerdörfer zerstört und die Amerikaner eroberten die Stadt Peneacola. 1819 traten die Spanier Florida an die Vereinigten Staaten ab.Die Regierung wollten die Seminomen-Indianer dazu zwingen das Land zu verlassen und trafen auf heftigen Wiederstand. So kam es unter dem Seminolen-Anführer Osceola(1835) zum zweiten Seminolenkrieg. Dieser endete erst mit der Kapitulation der Indianer 1842. Viele Indianer wurden in Reservate nach Oklahoma umgesiedelt. Es gab aber immernoch Indianer die sich in die Sümpfe der Everglades zurück zogen. Ein Teil von ihnen wurde im dritten Seminolenkrieg(1855-1858) in Reservate gezwängt. Die Nachkommen der zurückgebliebenen schlossen 1935 einen Friedensvertrag mit den Vereinigten Staaten. 1962 wurde den Mikasuki ihr Siedlungsgebiet in den Everglades zurück gegeben. Diese Nachkommen der Seminolen sind einer der wenigen Indianerstämme in den USA die nicht von der Arme besiegt wurden.

1845 wurde Florida als 27. Staat in den Vereinigten Staaten integriert. Die Besiedelung der Halbinsel wurde vorangetrieben. Es wurden Farmen gegründet, die ersten Orangenplantagen entstanden. Auf den Key verdiente man sich das Geld mit dem Plündern von Schiffwracks und auf Key West wurden Cigarren gedreht. Die Indianer zogen sich immer weiter ins Landes innere zurück. Die Bevölkerung durch weiße Siedler vermehrte sich enorm. Der Amerikanische Bürgerkrieg von 1861-1865 streifte den Bundesstaat nur, aber stoppte die Entwicklung über viele Jahre. Den beiden Industriellen Henry B. Plants und Henry M. Flagler gaben der Erschließung neuen Schwung. Flagler ließ den East Coast Railway bauen, der schließlich bis nach Key West ging. Das vereinfachte die Besiedlung um einiges.

Nachdem unter nicht geklärten Umständen das US-Kriegsschiff "Main" in Havanna explodiert, kommt es zum Spanisch-amerikanischen Krieg. Mitte der 20er Jahre entstehen viele Hotels in Florida und der Tourismus beginnt der sich bis jetzt, obwohl immer wieder Hurrikans Florida heimsuchen, ständig weiterentwickelt..