Wir machen es uns erstmal bequem. Die Kinder schmeißen die
Angeln aus und wir gönnen uns erstmal in Ruhe einen Kaffee
und genießen die Langsamkeit und die mit unendlichen Wälder
bewachsene bergige Landschaft.
Selbst in den mal engen Flussbiegungen brauchen
wir nicht eingreifen, der Fluss erledigt das für uns. Gegen
Abend, beschließen wir einen Lagerplatz für die Nacht
zu suchen. Immer wieder sehen wir schöne Anlegestellen, bloß
das Anlegen ist nicht so einfach wie wir dachten. Es ist schon
ein ganz schöner Kraftakt unseren 4 Tonnen Koloss mit Hilfe
von Rudern und Staken aus der Strömung heraus an einen Platz
zu steuern, den wir anstreben. Auch kann ich nicht einfach so
mit einem Seil an Land springen und ohne die Hilfe eines kräftigen
Baums das Floß halten. Ich denke ich müsste dann hinterher
schwimmen. Nach einigen gescheiterten Anlegemanövern, gelingt
es uns vieren doch mit gemeinsamer Anstrengung an einer sandigen
Uferstelle anzulegen. Das Wasser ist flach und da wir aus der
Hauptströmung heraus sind kann ich ins Wasser springen und
das Floß die letzten Meter schieben.
Der Lagerplatz ist perfekt. Langer Sandstrand,
mit einem Grasgürtel und dahinter wieder dichter Wald. Aber
wir wurden auch gewarnt, das wir beim Anlegen an sandigen Stellen
beachten müssen, dass der Wasserstand des Flusses sich auch
über Nacht ändern kann. Schieben wir das Floß
zu weit auf Sand, und der Wasserstand sinkt über Nacht, dann
liegt unser Floß am nächsten Morgen auf dem Trockenen
und wir haben ein Problem. Also geben wir dem Floß etwas
Seil und vertäuen es an einem kräftigen Baum. Nun bauen
wir unser Zelt auf und schmeißen den Grill an, gegessen
wird auf dem Floß.
Und unser komfortables Pappklo kommt zum Einsatz.
Diese wurde auf Drängen von Marion, Chris und Julian angeschafft.
Und ich muss sagen… eine tolle Erfindung. Wird es nicht
genutzt, kann es platzsparend verstaut werden.
Möchte man in der Wildnis dann nicht auf einen komfortablen
Toilettengang verzichten, wird ein Loch gegraben, das Pappklo
darüber aufgeklappt und fertig.
So nun ist es auch schon dämmerig und wir sind nach dem anstrengenden
Floßbautag auch erschöpft und müde. Nach einem
Drink geht es ab ins Zelt.