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Reisebericht - Flossfahrt in Schweden

Unsere Vorräte neigen sich dem Ende, aber es kommt heute noch eine Brücke, dort soll es eine kleine Ortschaft mit einem Laden geben. Laut Karte können wir hinter der nächsten Flussbiegung die Brücke sehen. Die Kinder schwelgen in Naschträumen, wir könnten unsere zur Neige gehenden Zigaretten auffüllen und anstatt Nudeln ein schönes Stück Grillfleisch wäre auch nicht schlecht. Da wir inzwischen wissen, das es nicht einfach ist an einer gewünschten Stelle mit dem Floß zu landen, bereiten wir uns vor. Das Seil zum festmachen wird neu gerollt und zurecht gelegt.

Früh verlassen wir die Hauptströmung in der Flussmitte Richtung Ufer. Die Brücke kommt näher und wir sind in einer guten Ausgangssituation zum landen. Nun haben wir die Brücke erreicht, aber auch am Ufer ist die Strömung stark und kein Baum zum fest machen in Sicht. Und dann ist die Brücke auch schon wieder vorbei. Kein Naschi, Zigaretten werden aufgeteilt und heute Abend gibt es Nudeln.

Aber auch den Flößern, die hinter uns kommen scheint es nicht zu gelingen an der Brücke anzulegen. Naja was soll‘s. Auf der anderen Seite des Flusse sehen wir einen schönen Platz zum anlegen. Große Steine bieten sich zum festmachen des Floßes an. Also ab an die Paddel und das Floß auf die andere Seite bringen. Dort angekommen, springe ich mit dem Seil ans Ufer. Zum Festmachen nutze ich einen riesigen Felsbrocken. Schnell schlinge ich das Seil um den Fels, das Floß zieht ordentlich in der Strömung. Und da – der Fels gibt nach und wird aus dem Boden gerissen. Sch……

Schnell kommt Marion mit einem zweiten Seil ans Ufer gesprungen. Und so stehen wir nun da. Marion und ich an Land, bemüht das Floß zu halten und Chris und Julian alleine auf dem Floß. Nun ist guter Rat teuer.

Ich sage zu Marion sie soll schnell zurück aus Floß, ich versuche das Floß noch etwas zu halten und springe, stolpere und fliege über die Steine zurück auf‘s Floß und kann es in letzter Sekunde mit einem Sprung erreichen, bevor es der Fluss endgültig in die Strömung aufnimmt und weiter zieht.

Zweiter Versuch gescheitert. Nach einiger Zeit treiben wir auf eine Sandbank. Bequem steigen wir aus und machen eine Pause, trinken in Ruhe Kaffee, machen was zu essen, baden und angeln.


Nach unserer wohlverdienten Pause geht es weiter. Wir haben beschlossen heute Nacht auf dem Floß zu schlafen. Wir haben keine große Lust das Zelt aufzubauen, außerdem wollen wir morgen zeitig aufbrechen. Morgen ist unser letzter Tag auf dem Floß und wir wollen früh am Ziel sein, da wir das Floß noch demontieren müssen.

Also genießen wir bei super Wetter den Rest des Tages. Als es anfängt zu dämmern machen wir uns auf die Suche nach einem Platz für die Nacht. Nach zwei vergeblichen Versuchen anzulegen, schaffen wir es, das Floß vernünftig am Ufer zu vertauen. Auf der großen Luftmatratze machen wir es uns gemütlich.
Es gibt einen herrlichen Sonnenuntergang, Biber ziehen um unser Floß, einfach herrlich.
Morgen wird bestimmt super Wetter.

27. Juli 2007

Der letzte Tag auf dem Floß. Leider ist das Wetter heute sehr schlecht. Es ist wolkenverhangen und regnet die ganze Zeit.
Die Kinder bleiben den ganzen Tag unter dem Überdach, schlafen, lesen oder dösen. Marion und ich haben uns warm angezogen und stehen im Regen. Auch heute müssen wir oft eingreifen. Der Fluss ist breiter geworden und es ist dazu auch noch windig. Die Sandbänke treten öfter auf und reichen oft bis in die Mitte des Flusses. Wir müssen immer aufpassen das wir uns nicht auf Sandbänken festzufahren.

 

Der Tag zieht sich so dahin. Am späten Nachmittag nähern wir uns dem Ziel und das Wetter setzt noch einen drauf. Bei Blitz und Donner sowie sinnflutartigem Regen erreichen wir das Ziel. Am letzten Tag sind wir und unsere Sachen komplett nass geworden. Aber egal, nass ist nass und nicht zu ändern. Nachdem wir angelegt haben, entladen wir das Floß und beginnen es auseinanderzubauen.

 

Diese geht aber recht schnell, da wir nur die Seile lösen müssen und die Baumstämme werden in den Fluss geschoben. Sie treiben in eine Holzfalle, wo sie gesammelt werden.

 

Nach zwei Stunden haben wir es völlig durchnässt geschafft. Das Floß ist demontiert, wir haben uns frische Sachen angezogen und der Rest ist völlig nass und klamm im Auto verstaut.
Wir wollen jetzt weiter nach Norden und uns auf einem Campingplatz eine Hütte mieten.
Die Floßfahrt hat uns sehr gut gefallen und wir wollen es unbedingt noch einmal machen, dann aber die 7 Tages Tour. Wir können dieses Abenteuer nur weiterempfehlen, es ist echt super. Auch für die Kinder, abseits von TV, Playstation oder Gameboy

Weitere Information zu einer Floßfahrt auf dem Klarälven, sowie zu den Preisen und verschiedenen Touren erhalten Sie auch im Internet unter: www.vildmark.se



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