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Reisebericht - Von Florida nach Kalifornien - einmal quer durch die USA


Seit 2 Tagen sind wir wieder on the road und fahren nun durch Alabama, Mississipi und Louisiana auf der Interstate 10. Seit Miami liegen schon 2000 Kilometer hinter uns, als wir Huston in Texas erreichen. Die Nacht verbringen wir im Palmetto State Park. Die Übernachtungsplätze liegen schön in einem dichten Wald, an einem Fluss. Hier haben wir auch eine weitere Begegnung mit einer Schlange. Marion wäre fast auf sie getreten, als sich die Schlange auf einem Weg sonnte. Glücklicherweise hat die Schlange genausoviel Angst wie wir und verschwindet im Dickicht. In der Nacht sorgen tausende von Glühwürmchen für Licht.

Am nächsten Morgen müssen wir feststellen, das sich die Waschgelegenheiten auf der anderen Seite des Flusses befindet. Die Brücke ist aber überschwemmt und die starke Strömung macht ein überqueren unmöglich. Also waschen wir uns am Fluss.





Wir sind schon wieder seit Stunden auf dem Highway. Die ersten Ölpumpen tauchen auf und Ölgeruch liegt in der Luft. Tagsüber steigt das Thermometer auf über 35 Grad im Schatten, während es nachts empfindlich kühl wird. Es wird zunehmend wärmer und trockener. Der Highway frist sich endlos durch Berge, weite Prärien und Steppen. Wir sind von der Weite und Größe Amerikas fasziniert. In uns steigt das Gefühl von unendlicher Freiheit auf, während im Radio Roadmusik dudelt. Nach Texas kommen wir nach New Mexiko. Hinter El Paso geht es nach Las Cruses auf den Highway 70 Richtung Alamogorda. Die Straße steigt steil zum ca. 1900 Meter hohen St. Augustin Pass an, von wo man einen wunderbaren Blick auf die dahinterliegende Bergkette hat. Dann geht es bergab zum White Sand National Monument.

White Sand ist ein riesiges Dünengebiet mit schneeweißen Kalksanddünen. Eine richtige Bilderbuch Wüstenlandschaft. 1/3 des Gebiets ist für die Öffentlichkeit freigegeben. Der Rest wird von der Armee für Raketenversuche und Forschung genutzt.


Wir campen im Olivir Lee Memorial State Park. Der Park liegt traumhaft am Fuße der über 3000 Meter hohen Sakramento Berge. Während die Dämmerung hereinbricht, genießen wir die Stille und den weiten Blick über die unter uns liegende Steppe. Wir sehen die ersten Schilder, die vor Klapperschlangen warnen. Tiefer in den Bergen leben noch Kojoten und Berglöwen.

Die ersten Kilometer im White Sand park hauen uns nicht gerade vom Hocker. Wir kommen uns vor wie auf der Insel Sylt. Aber ja tiefer wir in die Dünenlandschaft fahren, um so eindrucksvoller wird die Landschaft. Wir fahren auf festem weißen Sand durch schneeweiße Dünen. Kein Farbtupfer stört, von unserem knallroten Bully abgesehen. Nachdem wir ausgestiegen sind tollen wir durch den noch feuchten Sand. Dann folgen wir dem Big Dune Trail. So früh am Morgen findet man noch viele Spuren von den Tieren, die hier leben.



Am Nachmittag geht die Fahrt weiter. Seit Albuquerque durchqueren wir Indianerreservate. Uns scheint man habe die Indianer im wahrsten Sinne des Wortes in die Wüste geschickt. Oft leben die Familien in spärlichen Behausungen mitten in der wüste, der sengenden Sonne ausgeliefert. Unser nächstes Ziel ist der Mesa Verde Nationalpark.

In vielen Kehren windet sich die Straße zum Park hinauf. Am Eingang werden Flugblätter verteilt, in denen man vor Bären gewarnt wird und Tipps gegeben werden, wie man sich im Park verhält. Der Campingplatz liegt auf 2000 Meter Höhe und es ist nachts empfindlich kalt. Am Abend kommt eine Gruppe Rehe aus den bewaldeten Berghängen herunter. Sie sind so zutraulich, dass wir Mühe haben sie von unseren Lebensmitteln fernzuhalten.. Was soll das erst mit den Bären werden. Vom Park Point, dem höchsten Punkt innerhalb des Parks, hat man einen 360 Grad Panoramablick auf die Umgebung. Neben der schönen Berglandschaft sind natürlich die guterhaltenen Ruinen der Wohnstätten der Indianer der Hauptanziehungspunkt des Parks. Die Ruinen gehen auf das 6. Jahrhundert zurück. In den Felswohnstätten liegen bis zu 200 ineinander verschachtelte Räume. Am Eindruckvollsten ist das Spruce Tree House, welches an einer Felswand unterhalb eines massiven Überhang liegt. Man sollte sich genügend Wasser mitnehmen, da man in der prallen Sonne bei den vielen Auf- und Abstiegen ins Schwitzen gerät. Nach drei Tagen fahren wir weiter zum Lake Powell.

 
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