Willkommen im "Sunshine State" der USA in Florida
Florida - Der Traum vieler Urlauber und Auswanderer aus aller Welt,
wartet mit vielen Klischees auf. Vorweg gesagt, die meisten
Klischees liegen gar nicht so falsch.
Der komplette Reiseführer über
die Baleareninsel Mallorca im Internet.
Seite:
Reisebericht Mexiko - Von Palenque geht es in den Urwald nach Bonampak
und weiter nach Cancun
Wir wollen auch die tiefer im Urwald gelegenen
Ruinenstädte Bonampak und Yaxchilan nahe der Grenze zu Guatemala
besuchen. Mangels Straßen dorthin muss man umsteigen aufs
Flugzeug oder Boot, also buchen wir in einem Reisebüro eine
Zweitagestour. Am Morgen holt uns ein VW-Bus vom Campingplatz
ab. Außer uns sind zwei Franzosen und drei Holländer
an Bord. Unser Fahrer Jose besorgt noch Eis und Getränke
in Palenque, dann geht es auf einer Schotterpiste nach Süden.
Die ersten zwei Stunden ist vom dichten Regenwald nichts zu sehen.
Durch Brandrodung wurden große Teile des Waldes vernichtet,
auf den angelegten Weiden grasen Rinder. In einem kleinen Restaurant
am Straßenrand bestellen wir Rühreier mit Bohnen und
Kaffee zum Frühstück.
Nun wird es hügeliger, die Piste schlängelt
sich nun durch dichten Urwald. Nach sechs Stunden werden wir nahe
der Grenze vom Militär gestoppt. Die Soldaten sehen aus wie
finstere Urwaldrambos. Nach kurzer Kontrolle und einer weiteren
halben stunde Fahrt erreichen wir den Ort Frontera Echevarria.
Da wir uns im Grenzgebiet befinden, müssen wir uns registrieren
lassen.
Mit dem Boot geht es weiter nach Yaxchilan. Außer Proviant nehmen
wir zwei Truthähne mit für die Leute die die Ruinenanlagen pflegen..
Während der einstündigen Fahrt schrecken immer wieder Reiher auf.
Lautlos gleiten die großen weißen Vögel über uns hinweg. Der Fluss
Usumacinta markiert die Grenze zwischen Mexiko und Guatemala. Auf
der anderen Seite sieht man Behausungen aus Bambus und Palmblättern.
Die Indios leben von dem, was der Urwald hergibt. Nach einem kurzen
Fußmarsch erreichen wir den "Ort der grünen Steine" im Schatten mächtiger
Urwaldriesen. Yaxchilan ist bekannt für recht gut erhaltene Türstürze.
Am besten kann man die Werke der Maya-Bildhauer auf dem Rücken liegend
bewundern. Wir klettern auf eine Pyramide, lauschen dort dem kakophonischen
Konzert der Brüllaffen und lassen den Blick über den Urwald schweifen.
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichen wir wieder Frontera Echevarria.
Es scheint gerade Badezeit zu sein, das halbe Dorf ist am Fluss. Männer
und Frauen waschen den Schweiß des Tages ab, während die Kinder übermütig
im Wasser planschen. Am Himmel lauern dunkle Wolken und die ersten
Blitze zucken. Mit dem Wagen fahren wir zum Übernachtungsort. Wir
passieren die gleichen Soldaten. Wieder Kofferraum auf, mit der Gewehrmündung
einmal in den Taschen rumwühlen, das war's. In einer kleinen Kneipe
gehen wir essen. Cool kommen die Militärs in Kampfhose und knallbunten
Muskelshirts hereingeschlendert. Die Gewehre legen sie beim Essen
auf die Knie. Ausnahmslos alle trinken Milch.
In den Wellblechhütten, in denen unsere Betten stehen, gibt es
natürlich keinen Strom, wir zünden Kerzen an. Kaum liegen
wir in den Betten, bricht ein gewaltiges Unwetter herein. Der Regen,
der aufs Blechdach hämmert, macht einen Höllenlärm.
Immer greller zucken die Blitze durch die Nacht, immer drohender grollt
der Donner.
Nach dieser schrecklichen Nacht wird ausgiebig gefrühstückt. 16 Kilometer
Fußmarsch durch den Urwald nach Bonampak stehen uns bevor. Wir fahren
auf der Piste Richtung Lacanha. Der Wald dampft vor Nässe. Unser Führer,
ein Lakandonen-Indianer legt ein ordentliches Tempo vor, wir können
kaum folgen im knöcheltiefen Schlamm. Nach vier Stunden erreichen
wir Bonampak und bewundern großartige Wandmalereien. In drei Räumen
sieht man Fresken von Kriegszügen, feierlichen Zeremonien und Siegesfeiern.
Erst 1946 wurden diese Bilder entdeckt, eine Kopie kann man im Nationalmuseum
der Hauptstadt betrachten Auf dem Rückweg kreuzt eine Schlange unseren
Weg, auch unser Führer zeigt erheblichen Respekt vor dem Reptil. Kaum
haben wir die Schlange vergessen, beginnt der Waldboden unter uns
zu beben. In den Bäumen rascheln die Blätter laut: unser erstes Erdbeben.
Endlich gibt der Urwald den Blick frei auf eine Lichtung, wo der gemietete
VW-Bus steht. Nach kurzer Verschnaufpause geht's zu einem Fluss, in
dessen kalten Fluten sich alle stürzen. Indios schauen amüsiert zu
und bieten Holzschnitzereien zum Kauf an. Spät nachts erreichen wir
müde den Campingplatz. Die tour war super und auch der Preis von 80
US$ pro Person scheint uns angebracht.
Wir verlassen Palenque auf der Mex 186 Richtung Campeche. An der
Karibikküste Mexikos wollen wir noch ein wenig Strandleben
genießen, doch nach 50 km reißt das Kupplungsseil. Wir
fahren vorsichtig weiter und versuchen mit Zwischengas zu schalten,
doch die allgegenwärtigen bumps in kleinen Orten setzen uns
mächtig zu. Diese kleinen Holperschwellen sollen Autofahrer
zwingen, langsam zu fahren.
Auf einsamer Straße, weitab
der nächsten Ortschaft bricht das Schaltgestänge ab. So
weit das Auge reicht nur tropischer Wald und Busch, hin und wieder
huscht eine Echse über die Straße, kein Fahrzeug zu sehen.
Notgedrungen lege ich mich unter den Wagen und fummele am Schaltgestänge
herum. Endlich habe ich den dritten Gang drin. So geht es ohne Kupplung,
nur im dritten Gang durch Yukatan. Am Spätnachmittag erreichen
wir Campeche und finden eine Werkstatt. Der Wagen soll am nächsten
Tag fertig sein. Im Ort finden wir für zehn Mark die Nacht
ein miserables Hotel. Am nächsten Tag geht es weiter, aber
nach 40 Kilometern bricht wieder alles zusammen, in stockfinsterer
Nacht und bei strömendem Regen finden wir in der Nähe
von Merida einen Übernachtungsplatz. Am nächsten Tag quälen
wir uns weiter Richtung Cancun machen aber noch einen Stopp in der
Ruinenstadt Chichén Itzá
Wir erreichen Cancun. Wir wollen zwei Tage auf der 8 km langen und
bis zu 2 km breiten Isla Mujeres verbringen. Wir finden zwar nicht,
dass die Insel wie überall angepriesen das karibische Paradies
ist, finden aber schöne Strände und tolles Wasser vor.
Mit gemieteten Fahrrädern geht es über die Insel und abends
bummeln wir durch den Ort. Am Montag beginnt der Werkstattmarathon
von neuem. Endlich bekommen wir den Wagen provisorisch repariert
und starten zu einer Tour entlang der Küste. Abseits der Touristenorte
finden wir einen schönen Campingplatz direkt am Strand. Wir
verbringen einige ruhige Tage am Strand und in den Hängematten.
Zurück auf der Teerstraße bricht das Schaltgestänge
des Bully zum dritten mal ab. Also wieder nach Cancun in die Werkstatt.
Nach langem hin und her entscheiden wir uns den 14 Jahre alten Bus
zu verkaufen. Mit feuchten Augen trennen wir uns von unserem Bully,
der uns fast 20000 Kilometer durch die USA und Mexiko treu begleitet
hat. Wir verbringen noch einige Tage in Cancun und fliegen dann
auf die Kanarischen Inseln um etwas zu arbeiten...........